D weiblich: verzaubern die „Löcknitz-Hölle“

Am 10.03.2019 war es endlich wieder soweit. Heimspieltag unserer weiblichen D-Jugend. Zu
Gast waren der HSV Wildau 1950 und der Frankfurter HC. Ein Blick auf die Tabelle verriet,
dass dies ein sehr schwieriger Spieltag werden würde. Frankfurt belegte Tabellenplatz 2 und
Wildau war der obere Tabellennachbar von uns.

Die Favoritenrolle lag also bei beiden Spielen bei unseren Gästen. Trotzdem wollte Trainerin
Lisa sehen, dass jede Einzelne mit dem Willen zu gewinnen und das Beste zu geben auftritt.
Nach dem Anpfiff durfte Wildau nach fast 5 Minuten das erste Tor des Spiels für sich
verbuchen. Unsere Mädels wachten im Angriffsspiel aber dann durch zwei 7-Meter-Tore,
verwandelt durch Luise Brandt, endlich auf. Die Abwehr stand! Tat sich doch mal eine Lücke
auf, konnten sich aber alle auf Amy Arnusch verlassen, die mal wieder einen Sahne-Tag
erwischt hatte. Luise und Jette Scheibe wechselten sich bis zur Halbzeit mit den Toren ab
und bei einem Stand von 5:4 ging es in die Kabine. In der Kabine angekommen, konnte man
die Anspannung der Mädels spüren. Lisa hatte es noch nie so still erlebt. Der Schlachtplan
für die zweite Hälfte war klar. In der Abwehr genauso weiter, kein Stück nachlassen und
vorne einfach nur treffen und die schön erarbeiteten Chancen verwerten. Etwas
eingeschüchtert waren die Grünheiderinnen aber doch. Wildau hatte bis dato noch keine der
Mädels, die in der Körpergröße sehr überlegen waren, spielen lassen. Anfassen, den Ball
ergattern, keine Angst haben! Das waren die einzigen Worte die, die Mädchen dazu mit auf
den Weg bekamen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit geschah dann das Unglaubliche! Die Mädels von der
Löcknitz sahen endlich ihre Außen und Paula Fischer versenkte den Ball prompt zum 6:4.
Der Knoten war endlich geplatzt. Auch die Auszeit der Gäste und der Wechsel auf fast allen
Positionen auf Wildaus Seite konnte uns nicht mehr stoppen. Amy hielt einen 7 Meter und
näher als 9:7 kam Wildau nun nicht mehr ran. Lilly Seifert verbuchte ihr erstes Tor im
Spielbetrieb und Eef Marsman versetze die Zuschauer mit Ihrer Finte gegen die Hand ins
Staunen. 40.
Spielminute – 7 Meter gegen uns. Doch auch jetzt war Amy wieder zur Stelle
und ließ kein Tor mehr zu. Bei dem Endstand von 14:11, fielen sich die Mädchen jubelnd in
die Arme und konnten es selber kaum fassen. Die letzten Trainingseinheiten liefen eher
durchwachsen und vom Niveau des Trainingslagers war das Team weit entfernt. Es scheint
so, als bräuchten die Mädchen manchmal nur einen kleinen, aber sehr bestimmten Stups in
die richtige Richtung. Jede wollte an diesem Tag beweisen, dass sie es drauf hat – liebe
Mädels, das ist euch gelungen!

Frankfurt und Wildau trennten sich anschließend 27:17.

Im Spiel gegen den Frankfurter HC wurde den Zuschauern wieder toller Handball geboten.
Luise trug sich mit 11 Toren in die Schützenliste ein. Anna Hillmann, eine unserer jüngsten
Spielerinnen, versenkte mal eben einen 7-Meter über die Station des Innenpfostens. Lilly
verbuchte weitere zwei Tore auf ihrem Konto und Jette Schade konnte ihre Wurfpechsträhne
auch endlich hinter sich lassen. Rundum zeigten wieder alle Kampfwillen und gaben nie auf.
Mit einem 20:30 für Frankfurt trennten sich nach 40 Minuten beide Mannschaften. Lisa und
auch Anke, die nach ihrem eigenen Spiel dazu gestoßen war, verließen trotzdem sichtlich
stolz das Spielfeld.

Nach diesem Spieltag belegt unsere D-Jugend den 7. Platz im Spielbezirk D und wir können
nur sagen: Macht weiter so!
Für den GSV spielten: Eef, Amy, Anna, Julia, Luise, Jette und Jette, Merle, Emma, Nele,
Paula, Finnja, Lilly, Jody
Geschrieben: Lisa Hettler