Grünheider SV mit Niederlage gegen die Füchse Berlin

Der Grünheider SV forderte am vergangenen Wochenende in der Oberliga Ostsee-Spree den Ligaprimus heraus. Die bisher verlustpunktfreien Füchse Berlin II waren zu Gast in der Löcknitzhalle. Die Mannschaft von Trainer Uwe Schwiderski musste berufsbedingt auf Abwehrchef Mateusz Krzyzanowski verzichten. Schwiderski konnte aber für die Partie mit Julian Kassler einen alten Bekannten reaktivieren, der seine Handballschuhe vor zwei Jahren eigentlich „an den Nagel hing“. Zudem standen Sebastian Ackermann und Merlin Kothe nach längerer Verletzungspause erstmals wieder in der Startformation.„Dem Rückstand der ersten Minuten laufen wir dem gesamten Spiel hinterher“, resümierte Schwiderski nach dem Spiel treffend. Nach nur vier gespielten Minuten musste er eine Auszeit nehmen, um seine Mannschaft neu einzustellen. Die zweite Vertretung der Weltpokalsieger Füchse Berlin führt zu diesem Zeitpunkt bereits mit 4:0 und stellt mit ihrer offensiven Deckung den GSV vor große Probleme. Erst in der 8.Spielminute gelang Kothe der erste Treffer für die Gastgeber, das junge Füchse-Team spielte gewohnt spielstark und zeigte sich vor allem im Umschaltspiel bärenstark. Die Grünheider kamen zwar besser ins Spiel, bekamen aber nach eigenem Torerfolg zu häufig postwendend den Gegentreffer. Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichen, wobei der GSV deutlich mehr Probleme hatte, zum Torerfolg zu kommen. Die offensive und bewegliche Abwehr der Füchse stellte die Grünheider immer wieder vor neue Herausforderungen. Im Positionsspiel hatte aber auch der Tabellenführer immer wieder Probleme gegen die Grünheider Verteidigung. Folgerichtig blieb der Vorsprung konstant (9:13, 12:16), kurz vor der Sirene erzielten die Füchse die 18:13 Halbzeitführung.
Erneut ging der erste Treffer in Durchgang zwei an die Gäste aus der Hauptstadt, anschließend kämpfte sich der GSV aber immer mehr in die Partie. Beim 21:23 durch Kapitän Toni Büttner war man erstmals wieder auf Tuchfühlung mit den Füchsen, die aber trotz ihres jungen Alters nie unruhig oder hektisch wurden. Die Grünheider Zuschauer sahen nun ein spannendes und qualitativ gutes Spiel, welches weiterhin durch Schnelligkeit und Kampfgeist geprägt war. Zehn Minuten vor Ultimo war die Partie noch offen (24:26), dann zeigten die Gäste aber, warum sie völlig zu Recht an der Tabellenspitze stehen und auch im zehnten Saisonspiel als Sieger vom Platz gingen. Mit drei Toren in Folge entschieden sie die Partie und der GSV konnte dem nichts mehr entgegensetzen.
Ein gutes, aber nicht perfektes, Grünheider Spiel endete am Ende mit 26:32 und zeigte dem Team die Stärken und Schwächen deutlich auf. Der GSV rannte dem gesamten Spiel ein Rückstand hinterher, zeigte sich aber teilweise auf Augenhöhe mit dem Ligaprimus.
Am kommenden Wochenende hat der auf den neunten Tabellenplatz abgerutschte GSV spielfrei und kann sich somit zwei Wochen auf das schwere Auswärtsspiel bei der SG OSG Berlin vorbereiten. Gegen den Tabellennachbarn möchte die Mannschaft dann beide Punkte mit an die Löcknitz nehmen, um den Abstand zum vorderen Tabellendrittel nicht zu verlieren.

Der GSV spielte mit: Lessig, Reisener – Kassler 1, Henow 2, Kaberidis 4, Büttner 5, Klünder, Scharge 4, Schwiderski, Heine 1, Wetzel, Ackermann 2, Kothe 7
Bericht:R.Kaberidis

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